Chris Huff - Top Seven Ways for Blending Backing Vocals

Background Vocals mischen – die wichtigsten Tipps.

Chris Huff, seines Zeichens Live-Tontechniker, mobile Recording Engineer und Dozent, hat in seinem Blog einen Beitrag mit den wichtigsten Tipps zum Mix von Background Vocals veröffentlicht.

Das Hauptproblem beim Mix von Background und Lead Vocals ist meist, dass sich die Background Vocals zu sehr in den Vordergrund drängen und die Aufmerksamkeit des Hörers auf sich ziehen, obwohl sie eigentlich als Unterstützung der Lead Vocals gedacht sind.

Chris empfiehlt 7 Techniken zum besseren Mix von Background und Lead Vocals – sowohl auf der Bühne, als auch im Studio. Dabei haben alle Tipps eines gemeinsam: Den Background Vocals wird die Aufmerksamkeit des Hörers entzogen.

So empfiehlt er für Background Vocals 1. weniger Lautstärke, 2. einen Low- und 3. einen High-Cut-Filter zu setzen, 4. einen längeren Reverb zu verwenden, 5. den Einsatz eines Compressors (bei sehr dynamischen Background Vocals), 6. einen Background Vocals Gruppenbus zur Automation der Lautstärke und 7. Equalizer um mehrere Stimmen so zu mischen, dass es wie eine Schallquelle klingt.

Gerade bei weniger erfahrenen (aber grundsätzlich bei allen Aufnahmen) gilt es auch besondere Aufmerksamkeit auf den Schnitt zu legen: Fade-Ins, Fade-Outs und vor allem die Einsätze sowie Ausklänge der Background Vocals sind entscheidend dafür, ob alle Vocals wie aus einem Guss klingen – oder eben nicht.

Welche Techniken nutzt ihr zur Integration von Background Vocals in einen Mix?

Links: Chris Huff – The Top Seven Ways for Blending Backing Vocals

3 Kommentare
  1. Guido Wolter
    Guido Wolter says:

    Hi,

    Hab mich erst gestern mit einem Kollegen über meinen ersten „Aha Moment“ beim Mischen unterhalten.

    Es handelte sich um einen Rap Track und wie es bei so manchen Rappern üblich ist, möchte man zeigen wer so alles hinter einem steht und einem den Rücken stärkt.
    Um diesen Eindruck zu erzeugen war es meine Aufgabe,einige Rufe (shouts) von ein paar wenigen Rappern aufzunehmen und klingen zu lassen als würde da vor dem Mic eine riesige Meute stehen.

    Dazu lies ich jeden Rapper sein Part drei bis vier mal, mit von Take zu Take wachsendem Abstand zum Mic, einrappen (ich hatte kurz zuvor davon gehört, dass Michael Jackson diese Technik beim recording von „We Are The World“ verwendet hat). Das Ergebnis war überaschend gut. Warscheinlich ist das garnicht so überraschend, weil diese Technik mit den unterschiedlichen Abständen zum Mic während des doppelns einfach gut funktionieren muss. Wie auch immer, ich hatte an dieser Stelle schon mal meinen ersten „Aha Moment“. Kurz gefolgt vom zweiten.
    Denn obwohl die erzeugten Spuren schon vieles von der gewünschten charakteristik hatten, funktionierte das ganze im Mix natürlich wieder nicht ganz so einfach. Intuitiv befolgte ich einige von Chris Huff´s erwähnten Techniken, sogar fast alle. Aber die Background Vocals saßen nicht richtig im Mix.
    Dann kam ich durch rumprobieren an den Punkt an dem ich einen zusätzlichen EQ in die Background Vocal Gruppe insertierte und einige db so um die 3,5-5kHz gecuttet habe. Und es war genau dieser Punkt, diese Frequenzen und genau so und so viel db, und die Vocals tauchten ab in den Hintergrund. Der erzielte Effekt war wirklich drastisch nur durch ein gezieltes absenken im richtigen Bereich.

    Warscheinlich war es der sinnvollste Einsatz von einem EQ den ich bis Heute vorgenommen habe. Das war „Aha Moment“ Nr. 2.

    Sowas brauche ich wieder fällt mir gerade auf.

    Grüße

    Guido

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