Celemony ARA

Celemony stellt ARA (Audio Random Access) Schnittstelle für Audio Plugins vor.

Celemony hat gemeinsam mit Presonus die neue Audio Plugin Schnittstelle ARA entworfen und der Öffentlichkeit vorgestellt. ARA steht für Audio Random Access und erlaubt Effekt Plugins auf die komplette Audio Spur zuzugreifen. Ohne ARA „sehen“ Effekt Plugins immer nur den Teil der Audio Spur, der aktuell abgespielt wird.

Plugins wie die Notenkorrektursoftware Melodyne von Celemony benötigen aber den Blick auf die gesamte Audio Spur um musikalische Zusammenhänge zu begreifen. Aber ARA erlaubt auch Herstellern von Effekten (insbesondere Filter aller Art) völlig neue Konzepte für ihre Plugins.

Presonus Studio One 2 ist die erste DAW, die die ARA Schnittstelle unterstützt.

Die wichtigsten Verbesserungen für Melodyne Nutzer:

  • Der Transfer Prozess entfällt.
  • Melodyne folgt automatisch DAW Bearbeitungen (Verschieben, Kopieren, Mute, …).
  • Melodyne folgt Tempo- und Taktänderungen der DAW.
  • Keine zusätzlichen Dateien mehr.

Celemony erklärt ARA detailliert und auf deutsch in diesen beiden Videos:

Aus der Celemony Pressemitteilung:

„Als Erweiterung der bestehenden Plugin-Schnittstellen eröffnet ARA einen zusätzlichen Kommunikationskanal, durch den DAW und Plugin Informationen über die Audiodatei, Tempo, Tonhöhe, Rhythmus und vieles mehr austauschen und dadurch wesentlich enger zusammenarbeiten können. Das Plugin ist näher am Geschehen in der DAW und kann dadurch geschmeidiger und effektiver arbeiten; die DAW ihrerseits kann das Plugin viel besser einbinden und gezielter nutzen – gerade so, als wäre es ein Teil der DAW.

Ein gutes Beispiel für den stark verbesserten Workflow durch ARA ist die Kombination von Presonus Studio One 2 und Melodyne. Denn mit ARA ist Melodyne nahtlos in Studio One integriert und arbeitet dort als Alternative zum normalen Wellenform-Editor: Audioabschnitte werden direkt in Melodyne geöffnet, folgen beim Verschieben und Kopieren automatisch, ebenso bei allen Tempo- und Taktartwechseln. Studio One wiederum nutzt Melodyne für hochwertiges Timestretching und Auskünfte über den musikalischen Inhalt, beispielsweise für Audio-to-MIDI per Drag’n’Drop und zum Auswerten der Melodyne-Tempoerkennung.

„Es gibt schon lange den Wunsch, Melodyne besser in DAWs zu integrieren“, erläutert Celemony-Software-Architekt Carsten Gehle. „Mit Presonus sind wir dann auf die Idee gekommen, das gemeinsam als Erweiterung bestehender Plugin-Schnittstellen zu verwirklichen. So wurde ARA gleichermaßen aus der Sicht eines DAW- und eines Plugin-Herstellers entwickelt, wodurch es den Bedürfnissen beider Seiten Rechnung trägt und beide bestmöglich davon profitieren. Vorerst bietet ARA ein ganz neues Melodyne-Erlebnis in Studio One 2, weitere DAWs und Plugins sollen jedoch folgen.“

Bleibt zu hoffen, dass ARA demnächst Einzug in weitere DAWs findet.

Links: Celemony ARA