Das Produktionsdreieck - mixingroom.de - recording, mixing, mastering, sounddesign

Das Produktionsdreieck oder Wer mit Erdnüssen bezahlt, wird von Affen bedient.

Um eine Zusammenarbeit mit Freiberuflern/ Selbständigen erfolgreich zum Abschluß zu bringen, sollten sich Auftraggeber und -nehmer bereits vor Projektstart darüber klar sein, was sie erwarten und erreichen können.

Das Produktionsdreieck ist eine Gegebenheit, die, einmal verstanden, zu mehr Zufriedenheit in jedem Projekt bei allen Beteiligten führt. Denn es ordnet klar die Verhältnisse zwischen den wichtigsten Eckpunkten von Projekten: Qualität, Preis und Zeit.

Diese Eckpunkte finden sich an den 3 Ecken des Produktionsdreiecks wieder. Nur 2 der Punkte können Hand in Hand gehen, der dritte bleibt erfahrungsgemäß auf der Strecke.

Es ergeben sich also folgende Wahlmöglichkeiten für Auftraggeber:

1. Zeit & Preis: Das Projekt kann in kürzester Zeit zum günstigsten Preis am Markt abgeschlossen werden, aber die Qualität bleibt dabei auf der Strecke. Getreu dem Motto: Wer mit Erdnüssen bezahlt, wird von Affen bedient.

2. Zeit & Qualität: Das Projekt kann schnell und mit einem überragendem Ergebnis abgewickelt werden, doch günstig wird es nicht, denn für „schnell und hochwertig“ braucht man effektiv arbeitende, erfahrende Profis.

3. Preis & Qualität: Das Projekt kann günstig und mit einem überragendem Ergebnis abgewickelt werden, aber es nimmt viel Zeit in Anspruch – die typischen Freundschaftsdienste, die Stück für Stück in buchungsarmen Zeiten abgearbeitet werden.

Am Ende scheitert es leider oft am notwendigen Verständnis für den freiberuflichen oder selbständigen Auftragnehmer, insbesondere bei Privatpersonen, denen der Einblick in das Leben von Freiberuflern/ Selbständigen naturgemäß meist fehlt.

Obwohl sich Auftraggeber meist nichts böses dabei denken, demonstriert der folgende Videoklassiker sehr anschaulich, wie absurd solche Wünsche manchmal sein können:

Im Gegensatz zum Angestellten mit einem festen Gehalt müssen Freiberufler/ Selbständige Tag für Tag zusehen, dass sie am Ende des Monats genug verdient haben, um die Rechnungen für Kranken-, Berufshaftpflicht-, Unfall- und Rentenversicherung sowie Arbeitsräume bezahlen zu können. Natürlich zusätzlich zu den üblichen Verdächtigen wie Miete, Strom, Wasser, Gas, etc…

Wenn dann noch Werkzeug und Arbeitsmittel gekauft, gewartet und repariert werden wollen, dann überlegt man es sich zweimal ob man den Tag damit verbringt einer Anfrage mit Freundschaftsdienstcharakter ohne zugrunde liegender Freundschaft nachzukommen, oder doch lieber den Tag z.B. ins Marketing investiert.

Für echte Freundschaftsdienste, also solche die auf wahrer Freundschaft privater Natur basieren, sollte sich immer irgendwie Zeit finden.

Fragen? Meinungen? Anregungen?

Update vom 19.10.2012 um 16:01 Uhr: Da dieser Beitrag gerne dazu genutzt wird, Auftraggebern zu verdeutlichen wie unsere Arbeit funktioniert, möchte ich ein weiteres Video hinzufügen. In dem 2 minütigen Video wird demonstriert, wieviel mehr Kreativität Menschen an den Tag legen, wenn man ihnen ausreichend Zeit gibt und nicht unter Druck setzt.

7 Kommentare
  1. Bastian
    Bastian says:

    Klasse Artikel und klasse Film!
    Darf ich den Artikel auf meiner Webseite verlinken? Zu oft habe ich potentiellen Kunden (oder waren es „Freunde“) eine Rechtfertigung liefern müssen, warum ich für manche Dinge gerne eine Bezahlung hätte ;)

    Gruß
    Bastian

    • Nils
      Nils says:

      Das kenne ich :) Natürlich darfst du diesen Artikel verlinken, genau wie alle anderen Beiträge von mir. Speziell diesen Beitrag darfst du aber auch gerne direkt auf deiner Website einstellen um deinen potentiellen Kunden einen weiteren Klick zu ersparen. Bild und Text darfst du auszugsweise oder auch komplett* übernehmen und nach Belieben modifizieren. Über einen Link zum Artikel oder auf mixingroom.de würde ich mich freuen, ist aber nicht erforderlich.

      Das gilt natürlich nicht nur für Bastian, sondern für alle Interessierten die sich dadurch einen Mehrwert für ihre Website erhoffen.

      * Nachtrag: Google könnte eine Website, die bereits im Internet bestehenden Text „kopiert“ in den Suchergebnissen abstrafen. Stichwort für die Google-Suche: seo duplicate content

    • Nils
      Nils says:

      Hi Bastian, bitte entschuldige dass ich da nicht schon eher dran gedacht habe, erst beim Lesen deines Beitrags fiel mir auf, dass Google das als doppelten Content markieren und deine Website dadurch schlechter in den Suchergebnissen positionieren könnte. Stichwort für die Google-Suche: seo duplicate content

      Ich schick dir auch gleich noch eine Email.

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