Der beste Mixing Tipp, den ich je gehört habe.

Der beste Mixing Tipp den ich je gehört habe.

Als Mixing-Einsteiger stellt man sich häufig die Frage nach der Qualität der eigenen Arbeit. Wie lassen sich Mixing-Ergebnisse vergleichen? Welche Kriterien muss ein Mix erfüllen, um als „gut“ zu gelten?

Oft wendet man sich an andere Klangschaffende und bittet sie um ihre Meinung zur eigenen Leistung in Sachen Abmischen. Man lädt sie ein, schickt ihnen einen Mix per Email oder lädt das eigene Werk in passenden Foren hoch und bittet um Feedback.

Dabei sollte man genau abwägen, welcher Form der Kritik man welchen Wert zurechnen sollte. Denn „den perfekten Mix“ gibt es zwar – allerdings in vielen Formen. Zur Umsetzung einer Audio-Mischung ist zwar viel technisches Wissen gefordert, wie man dieses Wissen aber einsetzt ist eine Kunstform.

Deshalb gibt es zu jedem Mix viele Lösungswege und Ergebnisse, die sich alle auf gleichem Qualitäts-Niveau befinden können und dennoch völlig anders klingen. Und weil jeder Mixing Engineer ein künstlerisches Individuum ist, wird er immer etwas finden was man hätte anders („besser“) machen können.

Persönliche Feedbacks von Klangschaffenden, deren Arbeit einem gefällt, sind unendlich mal viel mehr wert als jedes Foren Feedback. Denn in einem persönlichen Gespräch in der selben Abhörsituation kann man sich nicht nur besser verständigen als im Internet, man hört auch das selbe Signal und kann sich über die Gründe für Mixing Entscheidungen unterhalten.

Außerdem wäre da noch die nicht zu unterschätzende Wirkung des Feedbacks. Ein persönliches Feedback, bei dem man im besten Fall direkt ausprobieren kann worüber man spricht, schenkt einem erheblich mehr Vertrauen in die eigene Arbeit und mehr Antrieb das Feedback in den persönlichen Workflow aufzunehmen.

Darum lautet der wichtigste Mixing Tipp (insbesondere für Einsteiger) immer noch: Hört und analysiert die Arbeit anderer in der eigenen Studio Umgebung. Wenn ihr vor einer Mixing Session steht, fragt euch welches Werk als Referenz herhalten könnte und vergleicht den Klang laufend um zu sehen, ob eure Mixing Schritte zum gewünschten Ergebnis führen.

Als ich während meiner Ausbildung das erste Mal mit einem Referenzsong mischte, habe ich den wohl größten Sprung in meiner Wahrnehmung von Musik in meiner Laufbahn als Tontechniker gemacht.

Falls dieser Mixing Tipp für euch neu sein sollte, dann empfehle ich euch ihn unbedingt auszuprobieren. Ladet euch am besten einen Referenzsong in die DAW eurer Wahl, so dass er zum Vergleichen jederzeit abspielbereit liegt. Achtet dabei darauf den Referenzsong von der Lautstärke immer an die Lautstärke eures Mixes anzupassen und keine klangverändernden Plugins auf den Master Channel zu legen.

Falls ihr Übungsmaterial benötigt, dann empfehle ich euch die Sammlung an unbearbeiteten Einzelspuren von 50 Songs aus den verschiedensten Genres. Die Songs wurden allesamt professionell im Tonstudio aufgenommen und stehen jetzt ausschließlich zu Übungszwecken als kostenfreier Download bereit.

Links: Mixing Übungsmaterial: 50 Songs als Einzelspuren

Foto: „Mischpult“ von Patricus2, piqs.de

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