Soundman OKM II

Ein akustischer Eindruck der Musikmesse 2013 – in 3D.

Bevor ich auf die Musikmesse 2013 zu sprechen komme, möchte ich mich bei euch für den Mangel an Beiträgen in letzter Zeit auf mixingroom.de entschuldigen.

Ich war (und bin) beruflich derzeit in verschiedenen Projekten so stark eingespannt, dass ich gerade noch so ausreichend Zeit für meine kleine Familie finde.

Leider kommt ihr dadurch zu kurz, was mir ernsthaft leid tut. Besonders möchte ich mich all jenen unter euch entschuldigen, die in Erwartung neuer Beiträge regelmäßig vorbeigeschaut haben und von mir enttäuscht wurden.

In der nächsten Zeit werde ich häufiger auf die Kategorie „Links“ zurückgreifen, um wenigstens keine spannenden Inhalte auslassen zu müssen. Wann immer ich die Zeit finde, werde ich aber natürlich weiterhin auf die Beiträge hinleiten bzw. sie kommentieren.

Jetzt zur Musikmesse: Ich war dieses Jahr zum ersten Mal vor Ort.

Viel Zeit für die Recherche neuer Tontechnik-Produkte hatte ich leider nicht, denn ich habe JustMusic bei der Videoproduktion und -veröffentlichung der interessantesten Produkte für den neuen JustMusic Blog unterstützt.

Und als ich mir dann doch mal eine Stunde Zeit nahm und durch die Halle mit Avid, Steinberg, Steven Slate, SSL & Co. schlenderte, habe ich nur wieder mal bemerkt dass ich mich doch lieber online über neue Produkte informiere.

Nachdem ich die Stände durchgegangen bin und nichts entdeckte, was mich dazu verleitet hätte mir etwas Zeit zu nehmen (ok ok, ich habe meine Hände kurz an die Raven Touchscreen Controller von Steven Slate gelegt und war angetan, wenn auch nicht überzeugt), packte ich meine Soundman OKM II Studio „Originalkopf-Mikrofone“ und einen Zoom H1 Handy Recorder aus und fing die Stimmung auf der Messe akustisch ein – für mich und all jene, die einmal in die Musikmesse 2013 reinhorchen möchten.

Die OKM II sehen aus wie In-Ear-Kopfhörer und werden auch so genutzt. Sie zeichnen den Klang so auf, wie der Träger ihn gehört hat – in 3D, ganz ohne den Einsatz eines 3D-Surround-irgendwas-Plugins. Hört mal wie der Präsentator ab etwa 4:25 Minuten im Vorbeigehen wirklich hinten links verschwindet.

Die Aufnahme habe ich am Anfang und Ende geschnitten (One-Take), normalisiert und mit je einem Fade In und Fade Out versehen. Abgesehen davon ist die Aufnahme unberührt.

Ich habe versucht meinen Kopf so wenig wie möglich zu bewegen, was mir nicht immer gelungen ist. Um den 3D-Effekt wahrzunehmen benötigt es leider den Einsatz von Kopfhörern.

Eine Neuigkeit von der Musikmesse habe ich dann übrigens doch noch entdeckt, die mich wirklich begeistert hat, allerdings aus dem Bereich der Blockflöten: Die neue E-Blockflöte von Mollenhauer!

Links: Musikmesse 2013

3 Kommentare
  1. R.K.
    R.K. says:

    Erst einmal zur Beruhigung: Ich finde es gar nicht schlimm, wenn hier ab und zu mal weniger neuer Content erscheint, schließlich ist jeder beruflich eingespannt und bei Weitem nicht jeder bietet dann auch noch gratis ein Infoportal für Interessierte an, das regelmäßig mit neuem Content „gefüttert“ wird.
    Unabhängig davon finde ich die Mikrofonaufnahme (kann man es bereits Kunstkopfstereophonie nennen?) ganz großartig. Ich bin ein ziemlicher Fan dieser Kunstkopfstereophonieaufnahmen und frage mich, warum deren großes Potenzial nicht auch gerade in Videos häufiger eingesetzt wird. Klar, der Effekt beschränkt das Abhören auf Kopfhörer, aber in Zeiten wie heute, wo vermutlich mehr Musik und Videomaterial auf Kopfhörern gehört wird denn je, wären doch Vorstöße in die Richtung möglich. Z.B. bei den klassischen, überall zu findenden Videos mit Eindrücken von der Musikmesse o.Ä. könnte man doch wirklich mal darüber nachdenken…

    Die Musikmesse konnte dich also nicht ganz so sehr begeistern. Das kann ich nachvollziehen, möchte aber nochmal ein paar (aus meiner Sicht) Highlights erwähnen, die man auf jeden Fall wahrgenommen haben sollte: Softube Console 1 (endlich mal wieder ein neuer Vorstoß in Richtung „Software zum Anfassen“), Neve 1073N (endlich stand-alone, nur leider nicht in 19 Zoll…), Waldorf Pulse 2 (endlich rückt das Erscheinungsdatum näher).

    • Nils
      Nils says:

      Danke für den Zuspruch und die Messe Tipps.

      Genau genommen ist es eine Echtkopfstereofonie, trug ich die Mikrofone doch in meinen Ohren :)

  2. R.K.
    R.K. says:

    :) Ja, das stimmt! Ich hatte auch tatsächlich noch einen Moment gestutzt, wie man die Stereophonie in diesem Fall nennen würde.
    Dieses Konzept, dass man einfach in beide Ohren ohrenstöpselartige Mikrofone steckt, finde ich schon relativ cool, wenn man bedenkt, wie viel Aufwand viele Mikrofonie-Verfahren im Allgemeinen benötigen. Und der Effekt kann sich hören lassen!

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