Presonus Studio One Free Screenshot

Freeware DAW: Presonus veröffentlicht Studio One Free als kostenlosen Download.

Presonus veröffentlicht die bereits zur Musikmesse 2012 angekündigte kostenlose Version der hauseigenen DAW Studio One.

Studio One Free richtet sich an Einsteiger und ist von den inzwischen 4 erhältlichen Versionen von Studio One am stärksten eingeschränkt.

In Studio One Free sind unbegrenzt viele Audio- und MIDI-Spuren, Busse, FX Kanäle und virtuelle Instrumente nutzbar.

Leider unterstützt Studio One Free (wie auch Studio One Artist) aber keine Plugins, so dass sich die unbegrenzte Spuranzahl nur mit Audio und den mitgelieferten virtuellen Instrumenten und Effekten befüllen lässt.

Und natürlich sind im Vergleich zu den größeren Versionen auch nicht alle Effekte und Instrumente in Studio One Free enthalten. Übrig geblieben sind der Channelstrip mit Dynamik-Sektion und EQ, sowie je ein Reverb, Delay, Chorus, Flanger, Phaser und Distortion Plugin. Ebenfalls dabei ist der Instrument Tuner sowie das virtuelle Instrument Presence (Sample-Player).

Für den Einsteiger fehlen abgesehen von der fehlenden Plugin-Unterstützung und der eingeschränkten Plugin-Auswahl keine essentiellen Funktionen. Detail-Bearbeiter werden eventuell die Möglichkeit der Erkennung und Bearbeitung von Transienten und die Drag-and-Drop Groove Extraction Funktion vermissen.

Ebenfalls praktisch, aber leicht durch einen Nachbearbeitungsschritt zu ersetzen, ist die Mp3 Export-Funktion, die Studio One Free fehlt.

Presonus Studio One Free ist ab sofort kostenlos über die Presonus Website als Download für Windows und Mac OS X verfügbar. Für die Nutzung wird keine Registrierung, Aktivierung oder ähnliches vorausgesetzt.

Der Download für Mac OS X umfasst etwa 137 MB, die 32 und 64 Bit Versionen für Windows je etwa 100 MB. Für den leichteren Einstieg in Studio One Free stellt Presonus noch den 44 MB großen Demo Song Wobble von Jan Drapala als Download bereit.

Bei Interesse lässt sich aus der Free Version heraus die 30-tägige Testversion von Studio One Professional starten, der bestausgestattetsten Version von Studio One. Nach Ablauf der Testphase kann ohne Umstände zurück zu Studio One Free gewechselt werden.

Links: Presonus Studio One Free

8 Kommentare
  1. Torge
    Torge says:

    Ist ja interessant. Was ist dann eigentlich deiner Meinung nach die beste kostenlose Software? Diese hier? Soundcloud Samplitude / Ableton?

    • Nils
      Nils says:

      Wenn man die einigen Audio Interfaces beiliegenden Pro Tools Express / SE Versionen auch dazu zählt, dann sehe ich die Pro Tools Versionen auf dem Spitzenplatz. Wenn nicht, dann kommt Presonus Studio One Free ganz vorn. Ableton Live liegt mir persönlich nicht und richtet sich eher an Elektro-Schrauber als an traditionelle Tontechniker.

      Aber auch Reaper darf nicht vergessen werden, bietet es mit seiner 60,- USD Lizenz doch teilweise mehr als die Vollversionen von Pro Tools und Studio One.

      • Torge
        Torge says:

        Stimme dir mit der Usability von Ableton zu 100% zu. Hatte es mal kurz ausprobiert, bin aber auch nicht mit zurecht gekommen.
        Stimmt, Reaper hatte ich auch mal. Bin aber auch gar nicht sicher warum ich es wieder runtergeschmissen habe.
        Bin derzeit noch mit Samplitude unterwegs, werde mir aber mal Presonus angucken!

        • Nils
          Nils says:

          Die Frage ist doch: Benötigst du eine andere DAW? Was vermisst du an Samplitude?

          Eine DAW kennenzulernen erfordert viel Einarbeitungszeit, egal ob Ableton Live, Avid Pro Tools oder Presonus Studio One. Wenn du deine DAW also bereits kennst, dich in ihr zurecht findest und keine essentiellen Funktionen vermisst, dann ist das eine von dir erlernte Fähigkeit, deren Wert du nicht unterschätzen solltest.

          Wobei ein Blick über den Tellerrand natürlich nur selten schadet :)

          • Torge
            Torge says:

            Das Ding ist, dass ich bisher nicht allzu oft bei mir was aufgenommen habe. Bin daher immer noch am experimentieren welche DAW da am besten passt. Wenn ich mich mit einer Software auseinandersetzen möchte soll das ja auch aufbauend sein. Sprich es soll sich gelohnt haben sich damit auseinander gesetzt zu haben.
            Für meine bisherigen Nichtkentnisse sollte selbst etwas wie Garage-Band für meine Verhältnisse ausreichen, dafür fehlt dann aber der Mac.

          • Nils
            Nils says:

            Meine Meinung: Mit Samplitude hast du bereits eine DAW, die dich wenig einschränkt und gut funktioniert. Je eher du dich auf eine DAW festlegst, umso früher wirst du überzeugende Ergebnisse damit erzielen.

  2. Mc
    Mc says:

    Tag ihr beiden :)
    …habe grad mal eure „Unterhaltung“ verfolgt und fragte mich warum niemand auf Cubase zu sprechen kommt.
    Habe einige Zeit damit gearbeitet und eigentlich nichts vermisst.
    Auf Grund von einigen Umständen bin ich allerdings ’ne Zeit raus ( habe zu Letzt mit SX5 unter XP gearbeitet) und suche grade die für mich passende DAW.
    Danke Nils, für die schönen Artikel und ja man sollte sich recht bald festlegen.
    Ich empfinde es als wahnsinnig störend gewisse Funktionen suchen zu müssen, da diese ggf. etwas anders benannt sind, sich an anderen Positionen befinden, einen abgewandelten u./o. eingeschränkten (oder größeren) Funktionsumfang haben oder vieleicht auch im jehweiligen Proggi gar nicht existieren.
    Wie empfindest Du /empfindet Ihr das arbeiten mit CB ?
    Grüße

    • Nils
      Nils says:

      Ich bin bisher noch nie so richtig mit Cubase in Kontakt gekommen, kann es deswegen nur schwer empfehlen. Für eingefleischte DAW-User aber fehlt übrigens in jeder DAW mindestens eine Wunschfunktion.

      Wenn man sich aber ausführlich genug mit den bestehenden DAW’s auseinandersetzt, bekommt man aber in jeder DAW die gewünschten Audio-Ergebnisse hin – egal ob in der Energy XT DAW von Behringer, oder in Live, Logic, Reason, Pro Tools, Cubase, Nuendo, Samplitude, Studio One, Sequoia, Reaper, FL Studio, Ardour, und wie sie alle heißen.

      Für die praktische Arbeit (insbesondere im Homerecording Studio, in dem man keine/selten Kunden hat, denen man ungefragt die bestmöglichen Optionen bieten will/muss) zählt heutzutage weniger der Funktionsumfang einer DAW, als viel mehr der Look and Feel.

      Ist die Benutzeroberfläche ansprechend gestaltet? Finde ich mich schnell in den Menüs zurecht? Muss ich häufig zwischen verschiedenen Fenstern wechseln um Audio Arbeiten auszuführen?

      Dass man sich als Einsteiger (oder Wieder-Einsteiger) übrigens auf die DAW festlegt, mit der man auch noch 10 Jahre später arbeitet, ist sehr unwahrscheinlich (und unnötig). Die wahren Anforderungen an eine DAW sind extrem subjektiv und entwickeln sich über Jahre aktiver DAW Nutzung.

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