sonible ml1

Neues Tontechnik Start-Up aus Graz: sonible.

Schon lange habe ich nicht mehr über ein neues Audio-Interface geschrieben. Nicht etwa, weil ich die neu erschienen Audio-Interfaces verpasst oder gar ignoriert hätte, sondern weil sie bei mir keine Begeisterung auslösen konnten.

Heute hat ein neues Start-Up mit Sitz in Graz, Österreich, mit der Ankündigung des ersten hauseigenen Audio-Interfaces mein Interesse geweckt: sonible. Sonible besteht aus den studierten Elektrotechnik-Toningenieuren Peter Sciri, Ralf Baumgartner und Alexander Wankhammer.

Das angekündigte Produkt trägt die Bezeichnung ml:1 und ist ein für den Live- und Eventbereich optimiertes USB Audio-Interface mit integrierter DI-Box (stereo) und einem Signalgenerator.

An einen Computer mit Windows (ab XP), Mac OS X (ab 10.5), Linux oder iOS (ab 5) angeschlossen benötigt das ml:1 keine Installation zusätzlicher Treiber. Dabei arbeitet es mit einer festen Wortbreite von 16bit und unterstützt die Abtastraten 44.1kHz und 48kHz.

sonible ml1

An Audio-Verbindungen bietet das ml:1 zwei analoge Eingänge als 6,3mm Klinke, zwei analoge Ausgänge als XLR, sowie einen digitalen Ausgang als XLR S/PDIF (AES/EBU kompatibel).

Mit 960 Gramm ist das ml:1 kein Leichtgewicht, was aber dem stabilen Gehäuse geschuldet sein dürfte. Das Gehäuse wurde zur Vermeidung störender Reflexionen pulverbeschichtet, an der Gehäuse-Unterseite findet sich synthetischer Kautschuk für eine „einmalige Standfestigkeit“.

Der integrierte Signalgenerator funktioniert auch ohne USB-Verbindung und erzeugt einen harmonischen Multiton zur Beurteilung aller Frequenzbereiche.

Das ml:1 soll am 1. September 2013 veröffentlicht werden und für 349,- Euro über die Website von sonible verfügbar sein. Auf YouTube findet sich auch ein Demovideo zum Aufbau des ml:1, leider hat sonible das Einbetten deaktiviert.

Auch wenn sich das ml:1 für meine persönlichen Zwecke im Studio nicht eignet, so scheint es mir ein äußerst durchdachter Helfer für den mobilen Einsatz bei Beschallungsanwendungen zu sein. Ebenfalls sehr interessant klingt die von sonible für das Frühjahr 2014 in Aussicht gestellte Software frei:raum, die Aufnahmen von Hallanteilen befreien soll.

Links: sonible ml:1