Yamaha Steinberg Nuage Trailer

Steinberg und Yamaha kündigen die modulare Controller-Lösung Nuage für Nuendo/Cubase an.

Steinberg hat gestern Abend gleich 3 Neuheiten angekündigt: Cubase 7 (auch Cubase Artist 7), Nuendo 6 und den gemeinsam mit Yamaha entwickelten MIDI Controller Nuage.

Nico Jurran vom C’T Magazin hat die wichtigsten Infos zu Cubase 7/Cubase Artist 7 auf heise.de so gut zusammengefasst, dass ich an dieser Stelle darauf verweisen und mich auf den MIDI Controller mit optionalem Audio Interface Nuage konzentrieren möchte.

Yamaha Nuage

Nuage (gesprochen ungefähr Nuh-Ahj) ist stark an Nuendo 6 angepasst, unterstützt aber auch das HUI-Protokoll und sollte so mit den meisten DAW’s zusammenspielen. Ob sich der Einsatz mit einer anderen DAW als Nuendo/Cubase lohnt, ist fraglich, da sowohl einige der Kontrollelemente als auch die Ausmaße von dem Channelstrip an vorgegebene Bildschirmauflösungen und -größen sowie dem Design des Cubase/Nuendo-Mischpults angepasst worden sind. Auch die Daten auf dem integrierten Touch-Screen dürften nach meiner Einschätzung nur mit Nuendo/Cubase voll nutzbar sein (leider sind bisher nur wenig greifbare Infos über Nuage verfügbar).

Das ist der Teaser von Steinberg für Yamaha Nuage:

Nuage besteht aus 2 Haupt-Elementen: Der Fader-Einheit mit 16 Fadern und der Master-Einheit. Zusätzlich wird ein eigens entwickeltes Audio-Interface in verschiedenen Ausstattungen zur Verfügung stehen, außerdem eine „Workspace“ getaufte Ablagefläche in 2 Größen entsprechend der Fader- bzw. Master-Einheit.

Yamaha Nuage Master

Yamaha Nuage Fader

Preise und Infos zur Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt, die Fotos auf der Website von Yamaha sehen aber vielversprechend aus (zumindest für Anwender von Nuendo 6 oder Cubase 7). Auf der Website von Steinberg findet sich noch ein weiteres sehenswertes Video zu Nuage.

Links: Yamaha Nuage, Steinberg Nuage, Steinberg

9 Kommentare
  1. R.K,
    R.K, says:

    Macht einen sehr schicken Eindruck, insbesondere für jemanden wie mich, der sich eigentlich fast zeitlebens einen Controller, der mehr oder weniger wie ein klassisches Mischpult aussieht und einem den vergleichbaren Workflow bietet aber letztlich nur die DAW steuert, wünscht.
    Nur wird ein solches System der Optik und Präsentation nach vermutlich bestenfalls im mittleren bis gehobenen 4stelligen Bereich liegen, oder?!

    • Nils
      Nils says:

      Das lässt sich zu diesem Zeitpunkt nur schwer schätzen, ich rechne mit 3000-4000 Euro pro Einheit, ein Bekannter aus dem Einzelhandel hat heute den Preis für das ganze System auf den Bereich 30000-40000 Euro geschätzt.

      • JochenG
        JochenG says:

        Also wenn das so hochwertig ist, wie es aussieht, dann glaub ich kaum, dass man da mit 3000 Euro hinkommt. Schön wärs. 10.000 + halt ich für realistischer. Wobei ich mich sowieso frag, was an den Controllern wirklich so teuer ist. Suche für Samplitude schon lange einen gescheiten und bezahlbaren DAW Controller ohne Interface dafür mit Motofadern im unterem Preisniveau. Warum fangen gute Controller erst bei 1100 Euro (Mackie Universal oder Euphonix) an, während Behringer einen Billig-Controller für 180 Euro mit Motofadern raushauen kann. Die Preisspanne ist da einfach zu rießig. Aber die Steinberg CMC Serie fand ich ja mal ein Witz. So ein kleines Plastikding, was nichts kann außer Steuerungsdaten senden für fast 100 Euro. Gibt doch auch niemanden der für eine Fernbedienung 100 Euro ausgibt oder für einen Spieleconsolen-Controller (xBox-, Playstation-, Wii- etc. -Controller)

        • Nils
          Nils says:

          Mit „Einheit“ meine ich 1x Master- oder 1x Fader-Einheit, so dass wir bei 2x Fader + 1x Master etwa im 10.000 Euro Bereich lägen. Leider kenne ich auch keine empfehlenswerte, bezahlbare Controller-Lösung. Bei dem Behringer Controller braucht man sich aber nur mal die Lautstärke der Fadermotoren anzuhören und weiß, wo Behringer gespart hat (wobei ich schon mehrere Leute kennenlernte, für die das kein Problem ist und die sehr glücklich mit dem Behringer Controller sind).

        • R.K,
          R.K, says:

          Im mittleren dreistelligen Bereich gibt es noch die Icon Qcon-Geräte auf dem Markt, wobei die Tatsachen, dass deren offizielle Webpage mal für einige Wochen aufgrund von Viren gesperrt war und, dass bei dem Musikfachhandel meines Vertrauens zuletzt ein solches Gerät vor mir in der Schlange an der Reparatur-Werkstatt abgegeben wurde, mich auch ein wenig abgeschreckt haben.
          Die Avid Controller (ehemals Euphonix) oder auch die Mackie Control sind durchdachte und gut verarbeitete Geräte, aber der Preis ist nunmal mehr als übertrieben.
          Kleinere Fetigungsstückzahlen hin oder her, es kann wirklich nicht sein, dass man mehr als nen 1000er für so eine Fernbedienung hinlegen muss. Wenn man ab und zu mal den Musikbedarf-Katalog zur Seite legt und mal wieder die Preise des „normalen“ Lebens (Essen, Möbel, Computer, Handys etc.) sieht, merkt man doch, was für abartige Summen da im Musikbereich teilweise verlangt werden (Bestes Beispiel: Gestanztes Blech mit einigen Bohrungen, genannt „Rackmount-Kit“, für z.T. bis zu 100 Euro).

          Möge es eines Tages endlich mal eine BEZAHLBARE (vielleicht etwas kleinere, aber grundsätzlich vergleichbare) Avid D-Command-Kopie geben…:)

  2. Rouven
    Rouven says:

    Sieht ja wirklich spannend aus. Ich hab mich aber auch direkt gefragt, wen das ansprechen soll. Eigentlich zu teuer für den Homrecordingbereich. Stellt sich ein größeres Studio ein DAW Controller Feld in den Master/Recordingraum? Ich glaub eher nicht. Ich benutze in meinen übersichtlichen Produktionen meistens schon 6-12 Vocalspuren plus Gruppen, d.h. mit einem Controlerfeld wirds schon eng. Ein 16er Presonuspult oder das AH zed16 ist wesentlich günstiger und ist neben einem „Controler“ noch ein gutes Stück Hardware. Naja: gut aussehen tut es schonmal und wenn es so Qualitativ ist wie die 816 Interfaces ist es eine gute Sache!

  3. Backbeat
    Backbeat says:

    Da ich mir schon gedacht habe das die Controller in der höherpreisigen Liga eingeordnet sind frage ich mich:
    -Warum vernachlässigt gerade Yamaha den Midprice Bereich den sie damals mit den 01v Pulten bedient haben
    Diesen Bereich bediet Mackie und Avid momentan fast allein.

    -warum wird nur der Budget Beireich mit den undurchdachten CMC Spielzeug bedient?

  4. Michelle
    Michelle says:

    Hm… ich habe mir bei den Controllern und passenden Audio-Interfaces gleich gedacht, dass die Steinis/Yamahas bei AVID abgeschaut haben. Bsp: Die Audiointerfaces kommunizieren über eine PCIe-Karte mit dem Audio-Rechner (wie AVID´s I/=´s für Pro Tools HDX/HD-Native), sind 19″ und kaskadierbar…
    die PCIe-Karte soll einen Mixer-DSP haben (wie die Native). Auch die I/O-Möglichkeiten sind sehr identisch:
    16/16 Analog
    16/16 DI
    8/8/8 Analog Digital

    Das kommt mir sehr bekannt vor!

    Und auch wenn die Module echt sexy aussehen, so kann man schon eine Ähnlichkeit zu der D-Command ES herleiten, oder?
    Warum diese Controller nur immer so viel Geld kosten müssen, verstehe ich auch nicht. Da kann man sich fast das Behringer X32 als reine Remote anschaffen und hat bei Bedarf gleich noch 32-I/O für mobiles Recording. Und falls man dann noch eine Transport-Sektion benötigt kauft man einfach EUPHONIX MC-Transport.
    Klar, dass dann der Workflow nicht ganz so schick ist, aber Hey… für 10.000 € +??
    Hm… Für Pro Tools überzeugt dann schon die C24 und man hat gleichzeitig noch 16 PreAmps.. so what…

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