Steinberg WaveLab Pro 9 und WaveLab Elements 9

Steinberg veröffentlicht WaveLab Pro 9 und WaveLab Elements 9.

Steinberg hat den Audio-Editor WaveLab Pro in Version 9 veröffentlicht und bietet mit WaveLab Elements 9 auch eine günstigere, im Funktionsumfang eingeschränkte Version an.

Wavelab Pro 9 stellt mit zahlreichen neuen Funktionen seinen professionellen Anspruch unter Beweis. So lässt sich beispielsweise von einer Sample-Rate Auflösung von bis zu 384 kHz profitieren, wie auch vom neuen MasterRig oder von einer direkten Datentransferierung in Kombination mit Cubase.

Zu den wichtigsten Neuerungen von WaveLab Pro 9 zählt die neue Bedienoberfläche. Das ehemals überladen wirkende GUI wurde in WaveLab 9 zugunsten der Übersichtlichkeit deutlich optimiert und aufgefrischt, indem zum Beispiel nur noch essentielle Funktionen in der Menüleiste platziert sind. Innovativ andockbare Fenster und ein neuer Projekt-Manager, der bei umfangreichen Projekten den Überblick wahrt, erhöhen ebenfalls den Bedienkomfort. Das neue Datei-Gruppierungssystem, das ähnlich wie ein Container funktioniert, soll ebenfalls zu einem besseren Workflow beitragen. Damit können mehrere Tabs vereint werden, wie beispielsweise ein Tab für das Audio-Editing, ein Tab für die Montage und eines für eine gemeinsame Stapelverarbeitung.

Die komplett überarbeitete Master-Sektion bietet nun die Option bis zu 12 Plugins (WaveLab Pro 9) bzw. 5 Plugins (WaveLab Elements 9) simultan zu insertieren. Außerdem beinhaltet sie variabel einstellbare Monitoring-Einstellungen, sowie eine umfassende Palette zur Lautsprecher-Konfiguration. Nicht zuletzt findet sich dort auch der überarbeite Resampler, hinter dessen Technologie jetzt das bewährte Programm „SoX“ steckt, mit dem sich die Sample-Rate individuell verändern lässt.

Das MasterRig-Fenster beinhaltet die vier Bereiche Modules, Scenes, Graphical und Master. WaveLab Pro 9 verfügt insgesamt über sechs Module mit acht Instanzen, darunter ein Limiter, Equalizer, Multiband-Kompressor, Dynamic-Equalizer, Saturator und Imager. Diese Prozessoren gestatten auch eine bandselektive Bearbeitung von M/S-Stereofonie. Bis auf den Dynamic-Equalizer sind auch alle Module in WaveLab Elements 9 enthalten. Diese Dynamikmodule lassen sich im Signalfluss jeweils variabel verschieben. Ferner sind als neue Plugins ein Multiband Expander und ein Multiband Envelope Shaper hinzugekommen.

Für Besitzer von Cubase 8.5 bietet sich dank der neuen Exchange-Funktion ein unmittelbarer Austausch von Audiospuren mit WaveLab Pro 9 an. Dadurch lassen sich detaillierte Editing- oder Masteringaufgaben in Wavelab vornehmen, die anschließend per direktem Rendering in Cubase übernommen werden können. Zukünftig soll auch der Transfer zwischen WaveLab und Nuendo möglich sein.

Im Analysebereich gibt es zahlreiche Verbesserungen, darunter die Unterstützung des Regelwerks EBU R128 für die Lautheitsmessung, jedoch nur in WaveLab Pro 9. Zudem wurde die CD-Brenner-Engine zwecks Metadaten-Unterstützung optimiert, sodass sich beispielsweise ISRC-Textdaten einlesen lassen. Ein Novum ist auch die Automation von clipbasierten Effekt-Sends via Envelope-Tabs, wie auch die Bearbeitungsoptionen der Volume-Handles und des Auto-Replays.

In den folgenden Videos stellt Steinberg die neuen Funktionen von WaveLab 8 Pro, das neue Master Rig und den Austausch von Audiospuren mit Cubase vor:

Auf den Steinberg WaveLab 9 Produktseiten finden sich weitere Demo-Videos.

WaveLab Pro 9 ist kompatibel mit Mac OS X (ab 10.10) und Windows (ab Version 7) und kostet 579,- EUR. Wer mit WaveLab in der Version 8.5 arbeitet, erhält das Update für 99,99 EUR. Für WaveLab 6, 7 und 8 stehen vergünstige Updates zur Verfügung.

Wer WaveLab 7, 8 oder 8.5 erst nach dem 2. Februar 2016 aktiviert hat, erhält das Update auf Version 9 kostenfrei. WaveLab Elements 9 ist als Vollversion für 99,99 EUR erhältlich.

Links: Steinberg WaveLab Pro 9, Steinberg WaveLab Elements 9