Videotutorial: Dynamischer Reverb Effekt dank Sidechaining.

Ein dynamischer Reverb Effekt passt sich z.B. mit Hilfe eines Compressors den musikalischen Inhalten an.

Sidechain Tutorial ScreenshotEinen dynamischen, also einen sich den musikalischen Inhalten anpassenden Effekt erzeugt man am einfachsten über Sidechaining.

Beim Sidechaining wird anstatt der Spur, auf der der Effekt geladen ist, eine frei wählbare Spur des Audioprojekts als Auslöse-Trigger für den Effekt genutzt. Der Effekt selbst nimmt aber nur Einfluss auf die Spur, auf der er geladen wurde.

Mo Volans erzeugt in diesem Videotutorial gleich 2 dynamische Reverb-Effekte, die sich mit jeder DAW nachstellen lassen, solange die DAW Sidechaining und Send-Effekte unterstützt.

Um eine Gesangsspur mit mehr Räumlichkeit zu versehen routet Mo Volans die Gesangsspur auf einen Bus. Dort lädt er nacheinander zuerst einen Reverb Effekt und anschließend ein Compressor Plugin. Das Compressor Plugin komprimiert also den Ausgang des Reverb-Effekts, der wiederum den Gesang effektiert.

Für den ersten dynamischen Reverb Effekt lässt Mo Volans den Compressor von der Drumspur steuern und komprimiert das Reverb Signal, wann immer die Bass Drum zu hören ist. So wirkt der Reverb weit weniger aufdringlich, verleiht dem Gesang aber fast ebensoviel Räumlichkeit.

Für den zweiten dynamischen Reverb Effekt nutzt Mo Volans die Gesangsspur als Trigger, so dass der Reverb in lauten Passagen komprimiert wird und sich in leisen Passagen sowie an Enden öffnet.

Sidechaining in Kombination mit einem Compressor funktioniert nicht nur mit Reverb-Effekten gut.

Links: Audiotuts+ – Dynamic Reverb Returns

5 Gedanken zu „Videotutorial: Dynamischer Reverb Effekt dank Sidechaining.

  1. Hans

    Klingt mit dem halligen Reverb zusammen ziemlich künstlich und unnatürlich, finde ich. Wäre vielleicht eher für subtilere Ambience geeignet, aber da lohnt es den Aufwand wieder nicht.

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    1. Nils Artikelautor

      Hi Hans, ich finde den Reverb auch zu intensiv eingesetzt, aber für Vorführzwecke ideal hörbar. Und letztlich gilt zu bedenken, dass das kein reelles Projekt ist, sondern bloß einige zusammengeschusterte Loops.

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  2. Synthfactory

    Am ende macht man damit doch auch nur eine art Gated Reverb um einen hörbaren effekt zu haben, demnach ist der aufwand zu gross, es sei denn einem ist der weg wichtiger als das Ziel

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  3. Hans

    Ich find es ist schon was anderes als ein Gated Reverb, weil ja noch viel dynamischer auf ein Signal reagiert wird. Gate heisst ja nur an/aus mit Attack und Release, der Kompressor hingegen reagiert je nach Level.
    Ich kann mir schon vorstellen dass der Effekt, mit der richtigen Kombination aus Effekt, Kompressor und Sounds cool klingt.

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