John Dahlbäck Raubkopien

Warez, Crackz und Raubkopien: Auch unter Profis weit verbreitet!

John Dahlbäck, renommierter schwedischer Musikproduzent und DJ im Genre House, hat dem Future Music Magazine einen Einblick in seine Produktionsweise gegeben. Future Music drehte dazu ein Masterclass Video, in dem der Bildschirm mit der aktiven Software zu sehen ist.

Den Trailer zur Masterclass mit John Dahlbäck seht ihr hier, eindeutige Beweise für Raubkopien finden sich aber erst im vollen Video, welches als Beilage zum Heft vertrieben wurde – oder auf den Screenshots weiter unten in diesem Artikel.

Meinen Respekt für den findigen Zuschauer des vollen Masterclass Videos mit John Dahlbäck, der folgendes Bild zusammengestellt hat:

John Dahlbäck Raubkopien

Hier ist klar zu erkennen, dass John Dahlbäck Raubkopien nutzt. In einem Beitrag im Forum der Sonicacademy erklärt er, dass er sich Raubkopien lädt um die Software auszuprobieren, nach erfolgreichen Tests die Software aber lizensiert.

Bei John Dahlbäck finden sich nicht nur Raubkopien von Synthesizern (in diesem Fall von der Crackergruppe „Team AiR“), sondern auch mindestens eine raubkopierte Sample Library.

Laut John sei der einzige Grund, warum er nach dem Kauf entsprechender Lizenzen weiterhin die Raubkopien auf seinem Rechner belässt, die Sorge um die Presets, die er mit der Raubkopie erstellt hat.

John Dahlbäck setzt hier ein wichtiges Zeichen für alle, die sich gerne sagen: „Ach naja, sobald ich Geld damit verdiene kaufe ich mir die Software.“ Oder „Die ganzen professionellen Anwender kaufen die Software ja, da haben die Entwickler genug Geld.“ Gerne hört man auch den Satz „Ist ja nur mein Hobby.

Auch unter professionellen Anwendern finden sich jede Menge schwarzer Schafe, die ihre Software nicht lizensieren. John Dahlbäck ist da keine Ausnahme, man erinnere sich nur an die Welle von pleitegehenden Tonstudios in den 90ern, weil sie nicht lizensierte Software von Waves nutzten.

Auch die Begründung „Ich will ja erstmal nur testen“ hat aus meiner Sicht keine Berechtigung, dafür gibt es schließlich Demo-Versionen. Und wenn ein Hersteller mal keine Demo-Version anbietet – dann lässt man eben die Finger von dem Produkt. Schließlich gibt es inzwischen für jede Anwendung brauchbare Alternativen.

Leider hört man die selben Argumente auch von Musik-Raubkopierern. „Ich will ja erstmal nur reinhören“, oder „Die ganzen Fans kaufen die CD ja schon, die Musiker verdienen genug Geld, da falle ich mit meiner Raubkopie gar nicht ins Gewicht.“

Meine Meinung zu all den Argumenten: Bullshit! Egal ob Profi oder Einsteiger, mit jeder Raubkopie (egal ob Software oder Musik) schneiden sich Anwender/ Hörer ins eigene Fleisch.

  • Mit welcher Musiksoftware sollen wir in 3 Jahren arbeiten, wenn die Entwickler alle pleite sind?
  • Wie können wir von Entwicklern Höchstleistungen und stetige Verbesserungen erwarten, wenn sich die Entwickler jeden Tag Gedanken darüber machen müssen, wie sie nächsten Monat ihre Miete zahlen sollen?
  • Wie sollen sich Musiker Studiobesuche leisten können, wenn ihre Musik nicht gekauft sondern raubkopiert wird?
  • Wie sollen Musiker Songs komponieren, wenn sie sich den ganzen Tag Sorgen über ihre finanzielle Zukunft machen müssen?

Daher lautet mein Aufruf an John Dahlbäck und alle anderen Nutzer von raubkopierter Software: Nutzt die Chance euer Gewissen zu erleichtern. Löscht die Raubkopien und ersetzt sie durch legale Versionen. Oder verzichtet einfach darauf – zuviel Auswahl hat der Kreativität noch nie geholfen!

Das selbe gilt für raubkopierte Musik: Löscht sie am besten gänzlich, und kauft euch die Musik die ihr in den nächsten Wochen am meisten vermisst. In vielen Fällen erhaltet ihr CD’s, die bereits älter als 1 Jahr sind, mit ein bißchen Such-Aufwand schon für 5,- EUR.

Wer meine Auffassung des Problems von Raubkopien nicht teilt, ist herzlich dazu eingeladen mir seine (oder ihre) Gründe für das Nutzen von Raubkopien mitzuteilen. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann dass es ein moralisch vertretbares Argument für die Nutzung von Raubkopien gibt, so lasse ich mich (in diesem Fall zwar nur ungerne, aber ich bin offen für alles) eines Besseren belehren.

Links: John Dahlbäck Website, GearSlutz Thread, Reaktion von John Dahlbäck im SonicAcademy Forum

12 Kommentare
  1. hackday
    hackday says:

    eine menge Softwarepackete die quasi Industriestandard geworden sind haben ihren Ursprung in ihrer extremen Verbreitung, eine Verbreitung die ohne die lizens-vertragsbrüchigen Nutzer nicht möglich gewesen wäre. Lange hat die Industrie alle Augen zugedrückt und immer wieder einzelne Schuldige gesucht und manchen bestrafen gesucht. Sicher auch rechtlich einwandfrei! Allerdings stehen sie selbst als Hersteller mit halbkriminellen Preisen als Ursprung des „Übels“ im Markt.
    Ihren Ursprung hat aber die Nutzung nicht beim Nutzer dieser Hacks, sondern beim Angebot von überteuerter Software im Vergleich zum vorhandenen Budget des Nutzers. Es handelt sich nicht mal mehr um Raubkopien, den die müssen geraubt und kopiert werden. Es handelt sich um Hacks die findige Computerfreaks sich ausgedacht haben, um eben die ohnehin teilweise unverschämten Lizensverträge etwas entgegen zu setzen, ohne dabei die Software selbst in Frage zu stellen. Es handelt sich also auch um eine art Huldigung die von den Herstellern nicht honoriert wird durch Anpassung von Verträgen oder angemessenen Preisen. Das hier ist keine Entschuldigung aber man sollte doch aufhören ein Phänomen des digitalen Zeitalters als etwas besonders Kriminelles hinzustellen. Es ist eher amüsant zu sehen dass es Mittel und Wege gibt ziele zu erreichen die nicht mit den Verträgen konform gehen.
    Es existiert eigentlich kaum noch Software die nicht auch als Testversion erhältlich ist, kann ich mit einem Hersteller aber nach erfolgreichem Test über den Preis verhandeln? Nein! Wer nicht Verhandelt wird zur Verhandlung gezwungen, früher oder später! Ginge es tatsächlich FAIR zugange, würde ein solcher Artikel in Deinem Blog, der übrigens mit kostenlosem WordPress (also auf Basis von hunderten Entwicklern Freizeit und deren Vision einer digitalen Zukunft) läuft nicht erscheinen. Du würdest wahrscheinlich mehr berichten über die Konkurrenten welche genau das können, was die überteuerten Anbieter an Software meinen zu können.
    Dumm ist wer sich erwischen lässt und ich wette, auch Du hast schon illegale Seriennummern benutzt! Oder brichst du die Arbeit ab in deinem Studio, wenn die Band die ihr spärliches Geld zu Dir trägt um studiozeit zu haben das Originalmusikstück mit hilfe eben solcher lizensbrüchiger Softwarepackete erstellt hat? Manches Keyboard würde nicht verkauft werden, wenn die Software dazu nicht irgendwo erhältlich wäre, die meisten Industriestandards wären keine wenn sie sich nicht durchgesetzt hätten auch mittels lange geduldeter oder teilweise selbst initiierter illegaler Verbreitung der Industrie.

    Beispiel: eine Konstrukionsfirma muss einen Auftrag bearbeiten mit einer Teuren und Aufwendigen CAD Software, hat aber keine Lizens! Was tun? Auftrag ablehnen natürlich. Es gibt aber zb von den Softwareherstellern auch eine art kriminelle Einmischung in den Markt, indem sie nur bestimmten (meist sehr großen) Firmen kostenlos Softwarepackete zur Verfügung stellt und damit die viel kleineren mit kleinem Budget dazu zwingt sich dem aufgedrückten quasi-Standard anzupassen, egal wie! Ich habe zb schon erlebt wie dann der Auftraggeber die Software hilfsbereit illegal zur Verfügung stellte um den Auftrag in einem angemessenen Budget erledigen zu können.

    Berichte lieber über gute Alternativen und angemessene Preise!

    • Nils
      Nils says:

      Die Einmischung von Software-Herstellern in den Markt durch das Überlassen teurer Software für die Marktführer zum Nulltarif um einen Software-Standard zu etablieren, halte ich auch für äußerst fragwürdig.

      Und natürlich habe ich auch schon nicht lizensierte Software benutzt, in meiner Jugend sogar äußerst intensiv. Und ich habe mir früher auch illegal Songs heruntergeladen. Vor einigen Jahren habe ich mich dann aber davon befreit und nach und nach alles Illegale ersetzt, und es geht mir hervorragend damit. Heute findest du auf keinem meiner Rechner illegale Software oder Musik (auch nicht „nur zum Testen“). Und ob eine Band für eine Vorproduktion nicht lizensierte Software genutzt hat, spielt für mich in meiner Arbeit keine Rolle. Ganz klar ist aber, dass ich mir für keine Band der Welt illegale Software herunterladen und installieren würde.

      Deine Legitimation durch zu hohe Preise hinkt – denn du bringst deine subjektive Meinung als objektiven Fakt ins Spiel. Ob etwas zu teuer ist, hängt aber vom potentiellen Käufer und dessen finanzieller Situation ab, nicht vom Verkaufspreis. Auch die Argumentation, dass bestimmte Software (oder auch Musik) durch Raubkopien erst die nötige Verbreitung am Markt erwirkt haben, hinkt. Denn es lässt sich nicht feststellen wo der Nutzen für den Hersteller aufhört und der Schaden beginnt, so dass sich niemand sicher sein kann ob er durch den (illegalen) Download Schaden anrichtet oder den Hersteller unterstützt (wobei „unterstützt“ hier aus meiner Sicht generell fragwürdig ist).

      Letztlich sollten sich alle Konsumenten in der Pflicht sehen den Preis eines Anbieters zu akzeptieren und im Falle eines zu hohen Preises das Produkt wechseln. Aktuelles Beispiel: Pro Tools 10. Ein Super-Produkt, aber für meine Verhältnisse zu teuer (insbesondere weil ich von Version 8 upgraden müsste). Aber ich begebe mich nicht auf die Suche nach einem Crack für Pro Tools 10, sondern lote die Konkurrenz aus und probiere gleichzeitig Avid zu überzeugen, den Preis zu senken (was natürlich aus meiner Position aussichtslos ist).

      Warum ändert sich das Moralverständnis wenn es um digitale Produkte geht? Nur weil der Anbieter/ Hersteller durch die Raubkopie keinen direkten finanziellen Verlust erleidet wie es bei einem physischen Produkt der Fall wäre? Wäre es aus deiner Sicht „fair“, wenn ich mir einen Mercedes vom Hersteller klaue und einen Briefumschlag mit den Herstellungskosten hinterlege? Den „normalen“ Preis empfinde ich einfach als zu hoch…

      • hackday
        hackday says:

        dir gibt auch niemand kostenlos zum download den schlüssel von dem mercedes um dir dann zu sagen dass du ihn dir nicht leisten kannst und während du auf der autobahn bist einfach mal den gashahn abdreht und das bremspedal drückt! wer software in umlauf bringt muss damit rechnen dass die kreativste aller schöpfungen in relation zum produkt mit namen mensch dazu fähig ist ein werkzeug für sich anzupassen. das ist ein verdammt altes gebaren, ja fast schon ritual. oder hat der nachbarstamm in sippanien, als der medizinmann noch ums feuer hüpfte um probleme zu lösen, dem nachbarn für die neu erfundene steinkeule und deren derivate immer wieder etwas bezahlt um sie überhaupt weiter zu benutzen? anders gesagt, der kauf einer software zb garantiert in keinster weise dass dieses werkzeug auf längere sicht haltbar ist, den die basis auf dem es läuft ist gemäß unserer digitalen infrastruktur mit einer halbwertszeit von weniger als 6 jahren belegt. danach ändert sich entweder das betriebssytem, muss neu gekauft werden, oder aber die software die du gekauft hast musst du erneut nachzahlen um eine zeitgemäß laufende version zu erhalten auch wenn du bereits bezahlt hast, oder aber deine kreativen ergüsse sind nicht auf anderen systemen nutzbar weil die datenhoheit beim speicherformat vom hersteller geheimgehalten wird wie eine relique. im beispiel protools zb hat man sich versucht mit der kopplung an hardware schlüssel zu schützen gegen den markt. sowas holt eine firma irgendwann ein, genauso wie es microsoft eingeholt hat das doc format für documente nicht ausreichend zu dokumentieren um sich „gegen“ den markt zu schützen. der freie markt hat mit entsprechender software reagiert auch wenn es lange gedauert hat und dem format mit xml basierten speicherformaten jede hoheitsfähige basis entzogen. anderes beispiel: growl, ein tool aufm mac dass dir informationen anzeigt wenn deine software kleine meldungen preis geben soll. erst jahrelang open source, seit kurzem bezahlsoftware. ..hier allerdings zu einem mehr als fairem preis der auch den vielen entwicklungsprozessen zugute kommt, die in growl ihren ursprung haben. anderes beispiel: logic pro. das hat mich zb mal 1000 euro gekostet. ein halbes jahr später kostete die folge version nur noch 690, das update aber immernoch 350euro. was ist daran bitte fair? und logic gehört mittlerweile schon zu den günstigeren musik erstellungs programmen. was ich eigentlich erwarte wenn ich eine software kaufe und einen vertrag schließe das dieser vertrag nicht nur von mir eingehalten wird, sondern auch vom hersteller indem er zb auch updates so lang als möglich anbietet auch wenn bereits neuere software im umlauf sein sollte. es ist regelrecht unverschämt mit welchen fehlerhaften produkten man sich rumschlagen muss nur weil die herstellerfirme sich denkt, „ach der kunde, der hat doch immer die möglichkeit schnell mal einen neuen rechner..“. nein hat er nicht, die resourcen auf denen andere leute ihr geld verdienen wollen muss auch bezahlt werden und verdient sein. wer also die schwelle zum erhalt eines produktes unendlich weiter in die höhe treibt der muss damit rechnen dass ihn die kunden auf der strecke stehen lassen und sich organisieren in open source projekten um sich selbst zu helfen nicht abgehängt zu werden vom markt. dabei sei mal löblich erwähnt welche preisentwicklung zb die anwendungen im online store von apple genommen haben. und ich denke die verdienen nicht schlecht damit, auch wenn sich entwickler und vertrieb hier streiten über die anteile. es hat übrigens auch schon hersteller gegegeben die inhabern von gehackter software ein angebot gemacht haben günstig einzusteigen in die gemeinde der legalen nutzer. bei protools wird nicht geknackt, das benutzt man einfach nicht. fertig! pech für avid. gut für den rest.
        es gibt noch einen großen unterschied zwischen software moral und real produkt moral beim kauf oder eben nicht: zb dass ein echtes produkt wenn es nicht mehr funktioniert sehrwohl aus dem fenster geschmissen werden kann. oder hat schonmal jemand versucht einen download ausm fenster zu haun?

  2. Diamant
    Diamant says:

    1. Mit welcher Musiksoftware sollen wir in 3 Jahren arbeiten, wenn die Entwickler alle pleite sind?
    – Sowas wird nie passieren. Jeder kann auch sagen: „Mit welchem Betriebssystem sollen wir arbeiten, wenn Microsoft pleite ist?“. Bullshit.
    2. Wie können wir von Entwicklern Höchstleistungen und stetige Verbesserungen erwarten, wenn sich die Entwickler jeden Tag Gedanken darüber machen müssen, wie sie nächsten Monat ihre Miete zahlen sollen?
    – Sollen wir das überhaupt tun? Ohne Höchstleistungen gibt es keine Verkäufe und man wird durch „klügeren“ Konkurrenten überholt und das Geld verlieren.
    3. Wie sollen sich Musiker Studiobesuche leisten können, wenn ihre Musik nicht gekauft sondern raubkopiert wird?
    – Sie müssen mehr Auftritte machen. Konzerte kann man nicht kopieren, oder?
    4. Wie sollen Musiker Songs komponieren, wenn sie sich den ganzen Tag Sorgen über ihre finanzielle Zukunft machen müssen?
    – Es gab Barde im Mittelalter, die haben auch nicht gewusst ob sie überhapt was zum Essen abends haben werden, trotzdem gab es Musik und Kunst auch ohne Software.

    Meine Meinung ist vielleicht bisschen hart, aber die Tonstudios müssen sich in der ersten Reihe sorgen machen und nicht die Musiker oder Entwickler. Da durch Raubsoftware können sehr viele neue junge Talente entstehen, die in sich Tonstudioarbeit als Talent finden und danach zur Konkurrenz mit schon bestehenden Tonstudios kommen, weil sie weniger Geld nehmen (oder gar kein) und mit jedem Jahr, jedem Softwareprodukt mehr Qualität geben können.

  3. B-Licious
    B-Licious says:

    Hallo Nils, Hackday und Diamant,
    durch unsere derzeitige Rechtslage werdet ihr vor dem Richter mit euerer Argumentationskette auf wenig Verständniss stoßen und verurteilt werden.Da hilft es auch wenig mit dem Zeigefinger auf die Hersteller zu verweisen und ihnen moralische Sittenwidrigkeit bei ihrer Preisgestaltung vorzuwerfen.Unrecht bleibt Unrecht.Es hindert euch keiner daran eure tolle `Open Source`Software zu benutzen, die es ja durchaus in toller und `preiswerter`Qualität gibt.Die Abstrafung der Hersteller für deren Preispolitik sollte dann eben auch darin bestehen dass man andere Software benutzt, z.B.: aus dem Freeware-Bereich oder eben andere preiswerte Alternativen wie eben FL Studio oder Sonar X1 Essential.
    Aber mit so einer `kleinen` Version kann man sich halt nicht wie der große,geile Produzent fühlen der man gerne wäre.
    Oder wie es Ari Levine von den `Smeezingtons`(Bruno Mars,B.O.B,Sugababes,CeeLoGreen etc.) sagte:“Ich kenne Leute,die Hits auf FruityLoops produziert haben.Den wirklichen Unterschied macht derjenige, der die Software bedient.“
    Man sollte eben nicht die gecrackte Version benutzen und dadurch
    a.)zu deren Verbreitung beitragen und dadurch bei anderen ein `Auch Haben Will`Gefühl erzeugt
    b.)der Hersteller weniger verkauft und deswegen die weniger verkauften teuerer unters Volk bringen muss
    und c.)ihr anscheinend die Technologien benutzt oder gerne würdet, aber dafür nicht bezahlen wollt.

    Es gibt auch noch mehr Gründe die eurer Überzeugung widersprechen, jedoch ist es jetzt aber genug der adoleszenten Diskussion, denn ich wollte dem Nils auch mal ein fettes Lob für seine gutgemachte,informative und ansprechende Website geben.

    Ich frag mich wie du dass alles unter einen Hut kriegst und hoffe das du dafür noch lange die Zeit und Kraft findest dies auf diesem hohen Niveau weiter zu führen.

    • Nils
      Nils says:

      Hi B-Licious, danke für deinen Kommentar, trifft voll meine Meinung (ich nehme an, dass ich eigentlich nicht mit in die Argumentationskette gehöre, schließlich argumentiere ich ja dagegen (bin aber trotzdem in der Anrede aufgeführt)).

      Danke für das Lob, schön dass es dir gefällt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nach etwa 6 Stunden im Studio die Ergebnisse anfangen schlechter zu werden, sowohl von mir aus als auch von den Musikern/Sprechern. So bleibt jeden Tag Zeit für den Blog. Aber manchmal gibt es natürlich schon Tage, an denen keine Zeit mehr bleibt, dafür steh ich dann am nächsten Tag eine Stunde früher auf.

  4. Richard
    Richard says:

    @ Diamant
    1. Bezahlt Leute für ihre Arbeit! Du willst doch auch für deine Arbeit bezahlt werden.? ;-) Nur weil Microsoft von dem Großteil ehrlich erworben wird und von so einzelne Futzis wie du es bist, die ihre Lizenz nicht bezahlen wolle, gehet so ein Riesen Konzern eben nicht pleite, aber kleiner Musiksoftware Hersteller (siehe: eJay, hast du bestimmt auch gekault) die einen kleinere Absatzmarkt haben.
    2. An welche Konkurrenten soll das Geld gehen, wenn du doch eh alles klaust. Ja, ja und teure preise habe eben auch ihre Berechtigung. Äh, Welche Berechtigung?, um es in deinen Worten zu sagen: „Höchstleistungen und stetige Verbesserungen“. Würdest du und die andern schwarzen Schafe auch alle für ihre Software bezahlen, würden die Preise auch sinken? Oh, welch Wunder!
    3. Auch so mehr Live Auftritte. Du weist schon das Touren echt anstrengend ist. Kann dann mir ja Essen kaufen, aber ins Studio gehen, geschweige den Kreativ zu sein hab ich ja keine Zeit, muss ja die ganze zeit Touren.
    4. Die finanziell Lage von Künstlern? Dir ist wohl unbekannt das schon Künstler des öfteren verarmt sind! Um nur ein Beispiel zu nennnen kannst du ja die Biografie von Billie Holiday lesen. (Müsste ja dann des Buch kaufen, und das mit dem Kaufen ist ja so ne Sache bei dir, egal klaust es halt) Und ja um das vor weg zu nehmen, die ist des wegen gestorben. Und das ist nicht so lang her wie das Mittelalter. Wie kommst du überhaupt auf die Idee, die heutig Lage mit den Mittelalter zu vergleichen. Völlig unzulässig. Du glaubst wohl das die auch an ihrem Mittelalterlichen PC gehockt haben mit ihrem geklauten Microsoft ins Internet gegangen sind und sich dann ein paar Track zu downloaden?

    Das wahren jetzt ein paar echten Fakten und nicht so ein Hirngespinst wie die deinen.
    Ansonsten muss du dein Ego ein bissen runterschauben und halt Freeware benutzen. Kommt man sich halt nicht so vor wie der Top Produzent, ist aber nicht so schlimm fürs Kinderzimmer reichst ja.

    Denkt drüber nach. ;-)
    Lieben Gruß.

    @Nils: Guter Mann, weiter machen.

  5. Alex
    Alex says:

    Warum argumentiert man hier nur im wirtschaftlichen Zusammenhang für die herstellenden Unternehmen? Ich finde die Ethik der Geschichte viel schlimmer. John Dahlbäck begründet seine Existenz mit der Musik und zwar sehr erfolgreich in seinem Genre. Er bekommt dadurch Deals, Gigs und Sponsoren. Ab hier wird es für mich zum Kracher und da sollte man Ihn nicht auf die Ebene einer Hobby- oder Nachwuchsband runterquatschen. Er hat die Kohle, er hat wahrscheinlich die Kontakte und zwar auch zu den Herstellerfirmen, macht aber auf dicke Hose bei FutureMusic mit gehackten Versionen! Ein Schlag in die Fresse! Ich bin ein Start-Up im Bereich Videoproduktion und acker mir jeden Monat mein piseliges Adobe-Abo zusammen, musst Du dann so eine Geschichte lesen, wirst echt zum Hammerwerfer!

  6. B-Licious
    B-Licious says:

    @Alex,
    damit hast du natürlich vollkommen recht.Das ist in etwa so wie wenn eine Maurerfirma sich mit Schwarzarbeitern ne goldene Nase verdient während der fleissige Maurermeister bankrott geht weil er die Lohnnebenkosten nicht mehr aufbringt oder die Schecks seiner Mitarbeiter nicht mehr zahlen kann.

  7. david rausch
    david rausch says:

    ich bin musiker. Ich arbeite nahezu ausschließlich mit gecrackter software. Es scheint als hätten hier zwar viele eine grobe ahnung von existenzen die ich damit in gefahr bringen könnte nur haben irgendwie alle vergessen das man wenn man musiker ist (wenn)man bereit ist und auch sein sollte jeden weg zum ergebnis zu gehen. Und wenn ich mich dafür strafbar mache? Wollt ihr mich verarschen!? ;-) außerdem beginnt so ziemlich jede karriere ohne geld aber ohne software keine mucke sowie ohne geige gitare bla bla bla mit dem unterschied das instrumenten hersteller lösungen anbieten. Die betonung liegt auf lösungen! Der arme junge der mit der hetzerei auf verzweifelte junge künstler die alles dafür tun würden sich die scheiß software pakete ins regal stellen zu können angefangen hat sollte sich schämen denn es schmerzt mich schon genug die leute die meine software aufwendig entwickelt haben nicht unterstützen zu können. Was dahlbäck macht ist indiskutabel klar aber das hat nichts mit mir zu tun und ich fühle mich angesprochen! Ach so und wer ernsthaft glaubt das die entwickler unternehmen pleite gehen kann sich nicht besonders mit der materie beschäftigt haben…. Denn das unternehmen macht kein minus durch mich es macht nur „noch“ kein plus und die leute an denen es plus macht gäbe es nicht in so einer fülle wenn wir alle brav ein jahr für jedes plugin sparen würden. Da ich nun eine ausbildung im audio bereich begonnen habe werde ich womöglich bald die möglichkeit haben edu versionen zu holen aber bis ich komplett legal bin wird noch einige zeit dauern aber wenn ich es dann bin hacke ich nicht auf denen rum die sich noch entwickeln. So long schöne diskussion

    • Nils
      Nils says:

      Hi David, es lag mir fern auf dir (oder irgendjemand anderem) rumzuhacken. Mir ist es aber ein Anliegen all jene anzusprechen, die munter drauflos downloaden und dabei kein schlechtes Gewissen haben.

      Deine Rechnung zu den Entwicklern geht für mich übrigens nur halb auf – denn hättest du die Möglichkeit des illegalen Downloads nicht, würdest du dann komplett ohne kostenpflichtige Plugins arbeiten? Das ein oder andere Plugin hättest du dir bestimmt schon gekauft, und damit vielleicht einen Teil dazu beigetragen dass der Entwickler des Plugins Zeit aufbringen kann, um es zu verbessern oder ein neues Plugin zu entwickeln.

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